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MET-Klopfen Praxistipps – 3 Gründe, warum sich ein Gefühl nicht löst # Teil 2

28. Sept.
4 Min. Lesezeit
Frau, die innere Unruhe spürt und starke, belastende Gefühle lösen möchte. Im MET Workshop erfährt sie die hilfreichsten Tipps von Charlotte Popp.

Im ersten Teil dieser Reihe ging es darum, dass wir ein Gefühl erstmal wirklich FÜHLEN müssen, bevor es sich lösen kann.


Und dass genau DAS manchmal ganz schön aufregend werden kann.


Falls du Teil 1 noch nicht gelesen hast: >> Hier findest du ihn.


Heute geht es um einen zweiten Grund, weshalb du manchmal klopfst und klopfst und klopfst – und der gewünschte, lösende Effekt auf sich warten lässt.


Und der ist ziemlich tricky:


Du klopfst möglicherweise auf dem falschen Gefühl herum.


Was meine ich damit?


Nehmen wir meine Klientin Julia (umbenannt), die wegen Stress in ihrer Beziehung zu mir gekommen ist.


Julia ist traurig.

Sehr traurig sogar, weil ihr Mann sie nicht sieht. Weil er sie nicht unterstützt und mit den Kindern alleine lässt. Weil sie sich in vielen Situationen von ihm im Stich gelassen fühlt und er sehr oft sehr laut wird.


Also klopft sie ihre Trauer.


Und klopft.

Und klopft.

Und klopft noch ein bisschen.


Nur: Es tut sich nicht wirklich viel.


Sie ist immer noch traurig, die Intensität verändert sich aber kaum und bevor Julia die Frage stellen kann:


„Warum funktioniert das Klopfen bei mir nicht?“


fragte ich sie:


„Bist du eigentlich auch ärgerlich auf deinen Mann?“

(sehr oft brauche ich die Frage gar nicht fertig auszusprechen...)


Julia schaut mich an.


JA! Natürlich ist sie ärgerlich!

Eigentlich ist sie sogar STINKWÜTEND.


Nur hat diese Wut bisher kaum Raum bekommen. Die Trauer kennt sie gut, die darf sein, die kann sie fühlen. Aber richtig wütend sein auf ihren Mann? So richtig richtig wütend?


Das ist schon eine andere Hausnummer. Also unterstütze ich sie dabei, genau hier zu fühlen und ihre Wut durch das Klopfen zu lösen:


  • Ihre Wut darüber, dass er sie alleine lässt.

  • Ihren Ärger darüber, wie er mit ihr umgeht.

  • Ihren Ärger, dass sie sich so vieles gefallen lässt und wie ungerecht sie das eigentlich findet.


Und DA tut sich dann etwas: die Intensität des Gefühls verändert sich, der Körper beginnt sich zu entspannen und es wird ruhiger.

Kleine Anmerkung:

Heißt das jetzt, dass Julia ihre Wut geklopft hat und plötzlich alles super ist mit ihrem Mann?

Natürlich nicht.


Das Beziehungsproblem ist damit nicht einfach weg und ihr Mann hat sich dadurch auch nicht plötzlich verändert.


Aber JULIA hat sich verändert:


Sie fühlt sich stärker. Klarer. Einige Schichten erleichtert.

Sie hängt nicht mehr mit derselben Ladung in ihrer Wut, ihrem Schmerz und ihrer Traurigkeit fest und kann ihrem Mann dadurch auf einer völlig neuen Ebene begegnen.

Sie erzählt mir in der nächsten Stunde, dass sie plötzlich viel klarer sagen konnte, was sie braucht. Sie spürt außerdem deutlicher, wo ihre Grenze ist und dass überhaupt erst jetzt wieder ein echter Kontakt mit ihrem Partner möglich ist.


Und von diesem neuen Punkt aus kann auch etwas Neues entstehen.

Wie das dann genau aussieht, wissen wir an dieser Stelle noch gar nicht und darf sich weiter entwickeln.

Aber Julia steht nicht mehr am selben Punkt wie vorher.

Und DAS macht eben den Unterschied.


Wir Menschen gehen nicht freiwillig an die Stellen, die uns richtig stark triggern oder berühren.

Das Beispiel von Julia zeigt, was ich in meinen Sessions wirklich sehr, sehr häufig erlebe.


Wir können ein Gefühl klopfen und klopfen und klopfen und kommen keinen Millimeter weiter, weil dieses Gefühl zwar durchaus DA ist – aber darunter (oder daneben) noch ein anderes sitzt, das viel wesentlicher ist. Und an das wollen wir oft nicht so gerne ran.



Zu "heiße" und bedrohliche Gefühle möchten nicht gefühlt werden. Unter der Unterstützung von Charlotte Popp lernen Frauen, wie sie belastende, unterdrückte Gefühle mit der MET Klopftechnik auflösen.
Du weichst dir selbst aus, wenn ein bestimmtes Gefühl für dich irgendwann einmal zu viel, zu gefährlich, zu "heiß" oder schlichtweg nicht erlaubt war.

Vollkommen unbewusst.


Und du gehst lieber zu einem Gefühl, mit dem du dich besser auskennst und das sich weniger aufregend anfühlt. Spür einfach mal ehrlich in dich hinein, ob du das in dir erkennst.



Und da sind wir wieder bei Teil 1 dieser Reihe "Warum sich ein Gefühl beim MET Klopfen nicht löst" (>> hier kannst du nochmal nachlesen):


Wir haben gelernt, bestimmte Gefühle nicht mehr zu fühlen.


Besonders das Thema unterdrückte WUT ist für uns Frauen wirklich entscheidend!



Ich gebe dir noch ein paar Reflexionsfragen:


  • Wie wütend durftest du als kleines Mädchen wirklich sein?

  • Auf deine Mama?

  • Auf deinen Papa?

  • Durftest du sagen, dass du etwas unfair findest?

  • Durftest du mal richtig sauer sein, laut werden, widersprechen?

  • Oder warst du dann frech, schwierig, undankbar, hysterisch, anstrengend...?


Mit Traurigkeit sah es häufig anders aus, stimmt's?

Tränen waren eher erlaubt. Ein trauriges Mädchen konnte man trösten.


Ein stinkwütendes Mädchen, das gerade sehr laut kundtut, dass es seine Mutter richtig SCH... findet, war schon schwieriger zu händeln.


Kinder lernen verdammt schnell, welche Gefühle okay sind und mit welchen sie besser nicht daherkommen.

So kann es passieren, dass du heute tatsächlich Traurigkeit fühlst – und überhaupt nicht bemerkst, wie viel Ärger da gleichzeitig noch in dir sitzt.


Du tust aber nicht „nur so“, als wärst du traurig. Die Trauer ist echt.

Sie ist nur möglicherweise nicht die ganze Geschichte.


Charlotte Popp unterstützt mit der MET Klopftechnik in herausfordernden Lebensphasen und bei Ängsten durch ihre jahrelange Expertise in Einzelsitzungen und Gruppenangeboten.


Wenn du jetzt beim Klopfen deiner großen Themen immer wieder das Gefühl hast, dich im Kreis zu drehen: hol dir Begleitung!


Jemand von außen bemerkt viel schneller, wann du an einer Stelle abbiegst, an der es für dich unangenehm wird.


Und kann dich wieder zurückholen, während du eventuell immer noch in einer Gefühls-Schleife hängen würdest, die sich nicht verändert. Hab ich natürlich NIE selbst erlebt ;-)



Hier ein paar Möglichkeiten für dich:





 
 
 

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