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Wenn ein Satz reicht und du innerlich kippst: Was hinter starken emotionalen Reaktionen oft wirklich steckt

  • 29. Apr.
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai

Emotionen die als Welle dargestellt werden im Blog für mentale Gesundheit von Lifecoach Charlotte Popp (Smile - MET Klopftechniken)

Zu mir kommen nahezu ausschließlich Frauen, die von sich sagen, feinfühlend und sehr sensibel zu sein. Sie haben eine große Wahrnehmung für ihr Umfeld und nehmen vieles wahr, was für andere völlig unbedeutend erscheint. Wenn du dich hier wiederfindest, dann ist dieser Artikel für dich.


Ist doch nicht so schlimm, Schatz!

So begann es in den allermeisten Fällen: eine Gefühls-Grätsche und innere Zerrissenheit zwischen echtem Fühlen und erlerntem Verhalten. Vielleicht wurdest du schon einmal ausgelacht. Oder du hast vor deiner Familie geweint, weil dir alles zu viel wurde. Möglicherweise warst du immer schon sehr feinfühlend und hast viel wahrgenommen, was um dich herum passierte. Es fühlte sich in diesen Momenten SCHRECKLICH in dir an: Trauer, Ohnmacht, Verzweiflung, Schmerz, Wut, Zorn.


Und du hast gehört: „Ist doch nicht so schlimm“ oder „Jetzt nimm dir nicht immer alles so zu Herzen“.


Wir spulen vor: Heute, als erwachsene Frau, sagt plötzlich jemand etwas zu dir – und es trifft dich sofort, mitten ins Herz. Es sticht und piekst und du fühlst dich so unwohl wie damals.
 Das, was dich triggert, kam in einem speziellen Tonfall direkt auf dich zu, mit einem dir „bekannten“ Blick oder auf eine Art und Weise, die dir durch Mark und Bein geht.


Dein erwachsener Verstand versucht dich zu beruhigen, dir zu sagen, dass das jetzt doch nicht so schlimm war und du dich wieder entspannen kannst. Und was macht dein Körper währenddessen? Der erinnert sich.


Bevor du überhaupt richtig begreifen kannst, was da gerade passiert, wirst du plötzlich wütend. Oder still. Oder du merkst, wie du dich automatisch zurückziehst. Oder Tränen rinnen deine Wange hinunter und entziehen sich jeglicher Kontrolle. Warum du so stark reagierst und dich deinen Gefühlen hilfslos ausgeliefert fühlst, darum wird es in diesem Artikel gehen.



Hör zu allererst auf, dich selbst bei emotionalen Reaktionen infrage zu stellen!


Das passiert nämlich in den meisten Fällen, wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Reaktionen in ihrer Intensität nicht ganz zum Auslöser passen und scheinbar überschießen.


Deine Reaktion hat nichts damit zu tun, dass du zu sensibel bist oder zu panisch! Du bzw. dein Körpersystem reagieren nicht auf das, was gerade im Moment passiert, sondern auf das, was bekannt ist. Du hast nämlich gelernt, dass etwas zu fühlen nicht sicher ist, dass „es doch nicht so schlimm ist“ - obwohl es für dich damals tatsächlich schlimm WAR. Nur wurdest du in dieser schmerzlichen Situation nicht emotional abgeholt, sondern bewertet (nicht mit Absicht) . Stattdessen wurde dir zum Beispiel gesagt, du seist zu sensibel.


Solche Worte prägen sich ein und werden zu deiner inneren Stimme.


Es ist dann zwar ganz nett, dass du als Erwachsene solche Trigger-Situationen vom Kopf her einordnen und vielleicht auch aus einer „Erwachsenen-Ich-Perspektive sehen kannst - aber dieses komische Gefühl in dir bleibt trotzdem bestehen. Und dieses Gefühl wird sich so lange in dir melden, bis es Ruhe gefunden hat. Und das funktioniert so:



Du kannst in Wirklichkeit nicht auf Knopfdruck anders reagieren!


Du kannst Wut, die plötzlich da ist, nicht wegdenken.
 Du kannst niemandem ins Gesicht strahlen, wenn du schon längst im Rückzug bist, ebensowenig kannst du Tränen dauerhaft bezwingen, die sich nicht aufhalten lassen. Nur ein Blick kann etwas in dir aktivieren, das viel älter ist als der aktuelle Moment.


Was in solchen Augenblicken sichtbar wird sind die obersten Schichten deines Eisbergs, die überdecken, was der eigentliche Grund deiner Unruhe und deines Unwohlseins ist:


Unter deiner starken Wut liegt nicht selten Verletzung.
 Unter deinem Rückzug oft Angst.
 Unter deinen Schuldgefühlen ein tiefes Bedürfnis nach Zugehörigkeit oder Anerkennung.

Das, was dich als erwachsene Frau triggert, sind bestimmte Dinge, die in dir etwas berühren, das schon länger da ist, als du denkst. Das sind beispielsweise unzählige Gefühle, die keinen Raum hatten. Oder natürlich auch Erfahrungen, die nicht ganz verarbeitet wurden.
Und genau DIESE Anteile reagieren.


Mal leiser, mal sehr deutlich.


MET Klopfen bei emotionalen Reaktionen in den Workshops von SMILE (Charlotte Popp, Lifecoach)

Wie dich die MET Klopftechnik in Trigger-Momenten unterstützt:



Wie du jetzt ja weißt, findet deine (über)schnelle Reaktion im Körper statt - und dem schenken wir beim MET Klopfen Aufmerksamkeit. Wir kombinieren beim Klopfen deinen glasklaren Verstand mit deinem Körpersystem und lösen alte Prägungen aus deinem System, sodass du immer öfter entspannt bleiben kannst.


„Wenn dich etwas trifft, betrifft es dich“

dieser Satz kommt nicht von irgendwo!



Wenn du merkst, dass dich etwas stark trifft, musst du während dem MET Klopfen nicht sofort wissen, warum. Es reicht, wenn du wahrnimmst, was da ist. Welches Gefühl im Vordergrund ist.


„Ich fühle Wut.“ „Ich spüre Traurigkeit.“ „Ich bin angespannt.“ „Ich fühle Druck im Herzbereich.“



Mit diesen Sätzen kannst du beginnen zu klopfen. Und ganz oft geschieht wie von Zauberhand, dass dir dein Körper aus dem Unterbewusstsein genau DIE Situationen zeigt, denen das ursächliche Ereignis zugrunde liegt. Vielleicht fühlst du im Laufe der Klopf-Einheit unterschiedliche Gefühle, die sich wie „aufgereiht“ haben, um endlich gesehen und von dir erlöst zu werden.


Du kannst und darfst deinem Körper hier wirklich vertrauen und dich von ihm leiten lassen. Das ist in der Praxis immer so ein heiliger Moment, den ich mit vielen Frauen teilen darf.


Rosas Beziehungsprobleme:


Eine meiner Klientinnen, ich nenne sie Rosa, kam zu mir, weil sie immer wieder sehr stark auf scheinbar kleine Situationen in Verbindung mit ihrem Partner reagierte. Ein Satz ihres Partners oder eine kleine Kritik reichten bei ihr aus, um innerlich sofort auf Widerstand zu schalten und in Anspannung zu gehen. Entweder kam Wut hoch, oder sie zog sich komplett zurück. Das Unangenehmste für Rosa war, dass sie auf diese Reaktionen nur mäßig Einfluss nehmen konnte. Sie fühlte sich dann schuldig und fragte sich unentwegt, warum sie die Sätze ihres Partners so sehr triggerten.


Rosa war von Anfang an bewusst, dass die Situationen im Hier und Jetzt ihre Reaktionen nicht erklärten. Doch den Gefühlen und ihren starken Reaktionen stand sie machtlos gegenüber. Wir haben also begonnen, genau dort anzusetzen:


Beim Fühlen und Wahrnehmen, was in ihr vor sich geht, nicht beim Verstehen!



Was fühlst du, wenn du an deinen Partner denkst und er so etwas zu dir sagt?
 Was passiert in deinem Körper in diesen Momenten?
 Welches Gefühl ist wirklich da?

Mit der MET Klopftechnik wurde Schritt für Schritt sichtbar, dass unter ihrer Reaktion ein sehr altes Gefühl lag, das sich immer wieder aktivierte. Ich möchte betonen, dass es nicht im geringsten etwas mit ihrem Partner zu tun hatte, sondern mit einer ganz anderen Person aus Rosas Vergangenheit. Rosas Partner hatte also eine „offene, emotionale Wunde“ in ihr berührt, die Rosa mithilfe des Klopfens schließen konnte.



Was hat sich verändert?


Rosa entwickelte mehr Verständnis für sich selbst und auch für ihren Partner. Sie kam mit ihm ins Gespräch und konnte ihr Verhalten besser nachvollziehen. Die Situationen, die Rosa triggerten, verringerten sich auf ein Minimum. Und selbst dann hatten sie nicht mehr dieselbe Intensität wie damals. Rosas schönste Rückmeldung war aber, dass sie ihren Gefühlen wieder mehr vertraute und ihre Intuition stärker wahrnehmen konnte. Sie hatte erkannt, dass sie gar nicht „zu sensibel“ war und konnte sogar ihr Bild von sich selbst ins Positive wandeln.



Das wünsche ich mir auch für dich!



Manche Themen lassen sich gut alleine bewegen.


Und bei manchen wirst du vielleicht irgendwann merken, dass du immer wieder an denselben Punkt kommst. Für unsere eigenen Themen sind wir häufig „betriebsblind“, wir können sie nicht greifen.


Dann kann es einfach sehr entlastend sein, nicht alleine hinzuschauen.


Mit der MET Klopftechnik in Graz begleite ich Frauen genau in diesen Prozessen.

Sanft, Schritt für Schritt, genau auf dich angepasst und ganz in deinem Tempo. Wenn du merkst, dass dich bestimmte Situationen immer wieder aus der Bahn werfen und du dir einen anderen Umgang damit wünschst: Ich begleite dich gerne dabei, diese Reaktionen besser zu verstehen und in aller Klarheit wieder mehr Ruhe in dein System zu bringen.


 
 
 

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Charlotte im Ohr

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